Osteopathie

Das Ziel der Osteopathie beruht darauf, eingeschränkte Beweglichkeiten aufzufinden und das physiologische Bewegungsausmass wiederherzustellen. Der funktionierende, gesunde Organismus – ob bei Mensch oder Tier – hängt im Wesentlichen vom Gleichgewicht all seiner Bewegungen ab. Durch die osteopathische Behandlung wird dem Körper der nötige Impuls zur Selbstheilung gegeben und die Fähigkeit der Autoregulation stimuliert. Durch die zurückgewonnene physiologische Beweglichkeit in den Gelenken und den optimierten Fluss sämtlicher Bahnen, die den gesamten Körper durchziehen, können sich innerhalb von 1-4 Wochen korrigierte «neue Bewegungsprogramme» festigen und verbessern. Häufig reicht dazu eine einmalige Behandlung aus, um kompensatorische Bewegungsmuster sowie eingeschränkte Beweglichkeiten und Verspannungen zu lösen. Es kann jedoch auch zu Dekompensationen oder anderen Kompensationen kommen, wodurch eine Nachbehandlung nach 2-4 Wochen nötig wird.

Zur Geschichte: Dr. A. T. Still (1828-1917) war Begründer der Humanosteopathie und errichtete die erste Schule für Osteopathie 1872 in Kirksville, USA. Durch einen seiner Schüler wurde die Osteopathie 1917 nach Europa gebracht. W.G. Sutherland erforschte jahrelang die craniale Osteopathie und beschrieb diese erstmals im Jahr 1939. Der französische Tierarzt Dr. med. vet. Dominique Giniaux übertrug das Konzept der Humanosteopathie auf Pferde. Durch die Zusammenarbeit von Beatrix Schulte Wien, Pascal Evrard und der Tierärztin Dr. Ina Gösmeier wurde die Pferdeosteopathie auch nach Deutschland gebracht und 1997 die erste Ausbildungsstätte für Pferdeosteopathen in Dülmen gegründet – das Deutsche Institut für Pferdeosteopathie (DIPO).

 

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