In einem Anamnesegespräch erhalte ich die wichtigsten Informationen zu Ihrem Pferd und Angaben zum aktuellen Hauptproblem. Darauf folgt ein Sichtbefund im Stehen sowie im Schritt und Trab um allfällige Asymmetrien, Taktunreinheiten oder Lahmheiten festzustellen und um mir ein globales Bild der Bewegungsmuster Ihres Pferdes machen zu können. Im anschliessenden Tastbefund erfasse ich den Spannungszustand und mögliche Auffälligkeiten in den Geweben (Muskel- und Faszientonus, Verspannungen und Verklebungen, Wärme, Schwellungen, Verknöcherungen, usw.). Zudem bietet der Tastbefund die Möglichkeit einer ersten ruhigen, vertrauensvollen Kontaktaufnahme mit Ihrem Pferd, was ein wichtiger Grundstein für eine entspannte Behandlung bildet. Die Beweglichkeit in den einzelnen Gelenken wird im Seitenvergleich getestet. Die Bewegungseinschränkungen werden mit den für Ihr Pferd passenden Techniken behandelt und gelöst um die Voraussetzungen zu schaffen, dass Ihr Pferd kompensatorische Bewegungsmuster aufgeben kann um neue, gesunderhaltende Bewegungsmuster erlernen und abrufen zu können. Das Erlernen und Festigen von funktionalen Bewegungsmustern stellt ein zentraler Teil meines Behandlungskonzeptes dar und findet – wie es der Name sagt – in Bewegung statt. An dieser Stelle wird der/die Pferdebesitzer/-in eingebunden und instruiert, die Bewegungsübungen im Anschluss an die Behandlung in den täglichen Umgang mit dem Pferd zu integrieren. Dies sichert die Nachhaltigkeit der Behandlung und trägt im Wesentlichen zur Gesunderhaltung des Bewegungsapparates bei. Nach dem Motto: «so wie ich mich brauche, wachse ich». Das Pferd soll spüren, wie es sich anfühlt, sich in funktionalen, dynamisch gut stabilisierten Bewegungsmustern zu bewegen. Es verknüpft dieses Bewegungsgefühl positiv und wird mit der Zeit und der nötigen Wiederholung das «neue» Bewegungsmuster in den automatisierten Bewegungsablauf integrieren.
